| Musiktheaterspiel
EINST
Eine Ode an die Stundengeister
des Tages,
an die Farben in der Atmosphäre;
an die Naturgeister
von der Musiktheatergruppe LaukaR
Unja
Musik die die Innen-
und Aussenwelt abtastet
Diese Gruppe ist entstanden
aus dem Wunsch, ein Musiktheater zu entwickeln, wo die innere Physiologie
des Menschen und die Wirkungen in der Natur miteinander verbunden werden,
sodass beide erforscht werden können. Ausgangspunkt ist eine Form
der Sternenweisheit, die Astrosophie, die Möglichkeiten bietet
zur inneren Forschung mit Hilfe von Klang und Rhythmus. Diese wird dann
zur Astrophonie.
Die Gruppe besteht aus acht Mitgliedern, die musizieren, agieren und
sich bewegen.
Ein Musik-Theaterspiel von
Nicolaas Marius de Jong, bearbeitet und hergestellt von LaukaR
Unja
Mitglieder:
Marion Groenendal; Gesang und Spiel (der Abend)
Nicolaas de Jong; Gesang, Gitarre, Leier und Keyboard
Bastiaan Bohlmeijer; Gesang
Henny Polwijk; Gesang
Elbert Slikkeveer; Gesang und Spiel (der Morgen)
Angelique Steensma; Gesang
Patrick Steensma; Gesang, Bewegung
Cisca van der Straaten; Gesang, Bewegung, Querflöte
Über
‘Einst’
’Einst’ ist entstanden aus einem Gedicht: einem Dialog zwischen
dem Morgen und dem Abend, die einander einst wieder begegnen sollen
in einem ewigen Tag. Dieses ist weiter ausgearbeitet:
Im ersten Teil führen die beiden einander durch die verschiedenen
Stunden von Tag und Nacht und versuchen einander zu suchen. Das Publikum
wird eingeladen improvisatorisch mitzusingen.
Das zweite Teil fangt an mit einem Seelenkampf zwischen beiden, die
die Farben des Regenbogens durchläuft, wobei sie einander anziehen
und auch wieder abstossen.
Das dritte Teil führt einen durch den Elementreiche der Erde, worin
sie einander versuchen wieder zu finden, und auch die Elementarwesen
und die Naturgeister, die darin wirken.
So entsteht ein Aufruf an die Zuhörer, mit ihrer Wahnehmung durch
die Sinne hindurch wieder die Licht- und Finsternisseite seiner oder
ihrer Seele in sich vereinen zu können, gleich wie der Morgen und
der Abend.
Die Texte sind auf niederländisch gesungen, werden aber mit einem
Wortrahmen auf Deutsch begleitet.
Den Hintergrund der Kompositionen
formen astrophonische Auswirkungen in Klang und Rhythmus, die eine Annäherung
suchen aus den kosmischen Wirkungen von Sternen und Planeten in ihrer
Verbindung mit dem Menschen.
Über
die Spieler und Sänger
Elbert Slikkerveer
ist sozial-organischer und musischer Küstler. Er hat mehrere Gesangskurse
absolviert, ist ein guter Gitarist und Perkussionist. Er war Mit-Gründer
der Volkmusikgruppe ‘Fluitekruid’ und spielt regelmässig
in den Volksmusikgruppen ‘Gimle’ und ‘Panta Rei’.
Er hat sich schon Anfang 2000 mit LaukaR Unja verbunden, war auch bei
den ersten Aufführungen dabei und spielt und singt in diesem Werk
den “Morgen”.
Marion Groenendal
ist energetische Therapeutin und arbeitet in ihrer Praxis unter anderem
mit kosmischer Musik aus dem Horoskop heraus als Therapie. Musiziert
gerne in Gruppen und hat verschiedene Ansätze von Gesangunterricht
genommen. Im Musiktheaterstück “Einst” singt und spielt
sie den ”Abend”.
Cisca van der Straaten
arbeitet u. a. als Bewegungstherapeutin und ist dazu auch gekommen durch
ihre Arbeit mit LaukaR Unja im Spiel “Einst”, in dem sie
eine der Bewegerinnen ist. Auch sie ist schon von Anfang an verbunden
mit dem Spiel, nachdem sie die erste Musikaufführung davon gesehen
hat. Sie bringt verschiedene Bewegungstechniken zusammen in ihrem Tanz.
Auch Patrick Steensma
ist schon von Anfang an mit LaukaR Unja verbunden, anfänglich als
Sänger, aber immer mehr als Beweger. Dies erfüllte einen alten
Wunsch von ihm, Tanz und Bewegungstheater mit seinen anderen künstlerischen
Tätigkeiten zu verbinden.
Angelique Steensma
sucht im Gesang für LaukaR Unja den Schulungsaspekt der Musik an
sich selbst und im Zusammensingen.
Henny Polwijk
sang vor LaukaR Unja in verschiedenen Chören, und sucht ebenfalls
den Schulungsaspekt darin, um seinen eigenen künstlerischen Prozess
im Ertasten der Zusammenhänge von Klang, Farbe und Form vertiefen
zu können.
Bastiaan Bohlmeyer
verwendet der Gesang beim klar werden von innerlichen Prozessen und
bei Landschaftsheilungsprojekte.
Nicolaas Marius de
Jong schreibt und spielt Musik und Musiktheater als Form einer
Forschung zu den Wirkungen des Lebens, der Seele und des Geistes in
und hinter den physischen Phänomenen. In “Einst” sieht
er mehrere dieser Qualitäten zusammenkommen, und erlebt immer wieder,
wie diese auf die Umwelt einwirken. Er gibt oft Aufführungen von
Musikstücken an verletzten Orten (Konzentrationslager, Schlachtfelder,
etc.), um den Naturwesen Kraft zu geben und Werkzeuge, sich zu entwickeln.
Das Letztere immer mehr zusammen mit den anderen Mitgliedern von LaukaR
Unja.
Musikbeispiele
von Einst 1. Teil :
1.
Anfang; Refrain und Gesang der Abend und Morgen
7.
Und wenn der Sonne gebracht ist
12.
Gleich wie der Kälte der Nordwind Boreas
Musikbeispiele
von Einst 2. Teil :
25.
Karminrot gegen Kobaltblau
27.
Licht Violet gegen Gelb
Musikbeispiele
von Einst 3. Teil :
29b.
Feengesang
Filmfragment von
Einst 3. Teil :
30a.
Film der Nymphtanz
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EINST
Abschnitte aus TEIL
EINZ
Gesangsimprovisation
des ersten Morgenglüten voll von Versprechungen für den kommenden
Tag (6 Uhr morgens).
Kehrreim:
(Abend) “Einst” sagte der Abend
zu den Morgen
“soll Ich wieder bei dir konmen,
soll Ich wieder bei dir sein
wann die Täger sind verflohen
und das Licht von unsere Augen an den Himmel
sich vereinigen mag
in ein innerliches scheinender Glanz
wie von ein ewiger Tag.”
1.(Morgen) “Kennst
du dann vom Sonne die wechselnder Tanz der Jahreszeiten
die ihm führen den Himmelsbogen entlang
und de Stummungen und Taten auf der Erde bestimmen?
Kennst du dann von den Mond die Stimmungen der Tagen
die einem Mond zu ein Himmel oder Hölle aufeinander reihen tun
-abhängend ob du ihm gestattet fort zu schieben
und mitbewegt mit ihrem Gemut?
Kennst du dann die Kadenz von den Stunden
die den Tag seinen Sinn geben tut
und dir macht wachen oder verschlafen
zu wissen was du bis die Vereinigung alles zu tun hast?
Kehrreim (Abend)
2. (Morgen)
Kennst du dann von die Farben ihr Spiel
(Morgen) dass sich webt ringsherum die Erde?
Weiss du da Balanz in zu halten
oder fliesst du noch mit in jeder neue Grille
der seinen Weg gehen will?
Kehrreim (Abend)
3. (Morgen)
Kennst du schon von den Winden
die Kräfter die sie bringen aus sich hervor
und die Formen der Erscheinungen einbinden
aus dem Spiel von Elementen
zwischen ihnen drin?
Und alles was du tun sollst um diese um zu wandern?
Kennst du das Weben ihrer Spur zu ein neues Ganzes?
Und schaute du schon die Wesen
in ihr Wirken und ihr Weben
an dem Schosse der Errde?”
4. (Abend)
“Nein” sagt de Abend, “sonst gerne lerne Ich
von deiner feurigen Kräfter,
denn um je zu dir zu kommen
bin Ich erfüllt
wie das Lichte des Morgenrotes
dass sich formt und sich verbreitet auf jeder Stund’
aus die Kräfter von den kalten Nacht
bis an das strahlende Licht der Mittagszeit
auf den Tag, das wieder neigt zu dem wässrigen Natur
meiner Abendglanz,
als der Tag das Atem anhalt
für dem Fallen der Nacht
voll Abenteuer.”
5.(Chor)
Hinter die Oberfläche aller Dinge
weben bossierende Händer
um die Lebenszüge aller Wesen ein zu dämmen
und auf Erde an dem Licht zu lassen sein;
In die Formen der Erscheinungen bieten sie einem Halt
Um auf sinnvoller Weise aus ein offenes und freies Gemut,
der Weg durch die Wärme zu dem Licht
zurück zu finden können
durch die Herzenskraft,
damit gut werden möge durch das Finsternis
alles was aus Weisheit von dem Licht je ist entstanden.
Nach den nächsten
Strophen klingen eingelebte Gesangimprovisationen die den Stimmungen derStunden
ausdrücken:
6. (Morgen) Hör!
Hör zu! Hör zu!
“Hör zu! Kennst du der Geist meines Morgenrotes
dass der Morgen mit sich führt;
gehüllt in Nebeln von blauig Rosa
die er webt und so einhüllt die Sonne
voll Versprechungen, erweckend der Tag
mit Posaunengeschall aus dem Schoss
der Nacht – Sonnengold.
Knispernd frisch ist das Tau auf die Felder
von der Atem der Erde die ihm froh begrüsst
-Ein neuer Tag! Voll Versprechen als blaurosa Schleiern
wodurch Eos die Sonne führt und trägt;
Eos ist der Namen der Erwecker dieses Morgenrotes.
Gesangsimprovisation
von entfaltend Morgendämmern, worinnen Wünschen vom Nacht sich
entfalten für den neuen Tag und die Natur einatmet (8 Uhr Morgens).
7. (Morgen) Und
wann die Sonne ist gebracht, das Tageslicht verbreitet,
dann wird ein jeder aufgeweckt zu tun all was er tun soll.
Die letzte Nebeln schwinden hin, die Farbenpracht löst auf
im Blau, (Chor: Blau umspannend, Himmelbogen, blau erweitend.)
der Kuppel von den Himmel die den Sternenpracht verbergt
und strahlen lasst dem gelb-grün
für der frisch erhoben königlicher Sonne.
Es ist Deiblos, der ordnender Geist von dieser Kraft
-die Stunde des Erwachens
aus den schlummernde Mantel von der Nacht
Wach auf! Lass Freude zu ihr ein!
Lass Deiblos mit sein freudevoll Verlangen
Nach Erfüllung in ihr tun!
-Die Hoffnung zur Erfüllung des Verlangs durch die Liebe zu dem Tun.
Lass dieser Stund’die Hoffnung sprechen mit dem Mut um vort zu gehen
zu ihren Liebesglut, o Abend; mit Eile!
12.(Abend) ”So
wie die Kält von der Norderwind Boreas
die die Formen lasst erstarren
ein tiefes Erlangen hat nach die südliche Wärme
von den Sonnenglut, gebracht durch Australis, der Süderwind,
so erlange Ich nach ihr dämmernd-trockener Natur
die ihr Kunft bereitet und verkündet davon;
die mich erfüllen kann das Feucht von meinem Gemut
mit den wässrigen Westenwinden, zerstreuend über demt Land,
von wo Ich wart’ auf sie.
So wie aus Trockenheit und
Kälte sich die Erde webt
als Erstillung,
und aus feuchtige Kälte das Wasser;
so wie aus Wärme und Feucht sich die Luft verdichtet
worinnen das Licht die Regenbogen webt
die der Erde verbindet mit dem Himmel,
so wird mein Wärme für sie
mit der Trockenheit deines östeliches Dämmern
zu ein innerliches Feuer für sie
und halt’ Ich gespannt der Atem an
um zu ihr ein zu kehren können.
12. Tanzend durch Dämmerung
von Abendluft
wie ein Schwarm Vögel durch fahlendes Lichtes
der sinkende Sonne die dem Raum durchweben,
so webt Aljuemba die Früchten des Tages
mit Versprechen von werden durch die Nacht
zu ein sinnende Stimmung zubedachtet:
Sehnend nach Morgenglut
durch was die Nachtwelt wimmeln sich tut:
Innig bestreb’ Ich gefühlvoll zu äussern
was lebt in mir,
lasst mir erleben was wühlt sich in sie;
lasset mir zuchen was finster bewegt in sie,
Ich soll es tragen durch finsterer Nacht.
Such Ich zu tragen was brütet sie unter demt Herzen.
Lass mit Aljumba mir suchen ihr an zu nähern
durch jeder Stunde das dem Dunkel verspricht.
Abschnitte von TEIL
ZWEI
25. (Morgen)
“Tief erstickt wird mein strahlender Glanz.
Morgenlicht wird getränkt mit dem Glut
Finsternis, formt sich aus Wölkerstreif,
Rot verwird rinnend Blut.
Ruhe kehrt ein Morgeneile –rinnend blutroter Glut.
Sanft rinnend Rot schiesst
sich hoch, bindend (wiederholt)
Tief Karminrot bietet blauig nimmend Gebärde(wiederholt)”
(Abend)
“Lass mich blauend dir umarmen
nimm’ die Freiheit zur Überspiegelung;
Lass dein Feuerglut sich verbreiten
in mein mantelende Raum des
Himmelblau.
Ich soll dir tragen mit meiner Mantel Himmelblau.
Himmelblau, sprenkelnd bis
Kimme (wiederholt)”
(Gesangspiel von
Karminrot und Kobaltblau, übergehend in Türkis – Grün
mit Magenta)
27. (Morgen)
“Transparant fliesst das Licht
in der Traum dieser Tag zu mir an.
Zeige mir all was keimt
lichtend Violett.
Das Violett umbildend Finsternis (wiederholt).”
(Abend)
“Lass tanzen jetzt in dir der Lichtglanz
was formt sich am Licht ihres innerlich Brüten,
ihr innerlich Scheinen, gelbgrünig bewegend
bewegend zum Licht, zum innerliches Licht.
Als tanzende Schleier für dem Sonnenlicht.
Lasst Gelb jetzt erscheinen ihre Einsichten reifend
zum Licht.”
(Gesangspiel von
Lichtviolett – Gelb, übergehend in Violett – Orange)
Abschnitt aus TEIL
DREI
(Dieses wird immer
vorabgegangen durch ein instrumentalisches oder vokalisches Musikspiel
in die Elementen und Elementärwesen die diese bewegen. Beweger drücken
die Gebärden der Elementwelten und -Wesen aus.)
30. (Nymphen)
Rollend sich erhebend kommen Wellen in den Brandung
Welle lauft an zur . .
Räuschend sich entlassend auf aufsäugend Sand,
Zwischen Fels und Deichwand zu dem stillen Land.
(alles wiederholt)
(Chor) Wir Nymphen von den Wellen und den Meer
nimmen all was sich in Wässern und in Nebeln tut bewegen.
Und öffnen uns die Pforte zu den Wassern
das Leben in bewegen.
(Morgen)
“Ich will mein quellend Dämmern jetzt erstickt
in Morgennebeln schwer von Deiblos
die Wille den sich zügelt,
damit Ich nicht ertrincke in Verzauberung von Abendschleier;
streb’ Ich mit den König der Nymphen
die herrscht über das wässrige Reich
zu dem Gleichgewicht in Wärme und im Licht
-gerinnen Blut das ist erstarrt von diese Wärme aus an dem Licht
in Gleichgewicht mit den Landschaftsnymphen und ihrer Herr;
so biete Ich ihr zaubernde Schleiern
ein Gegenwicht am steigenden Tageslicht
und halt recht mein Gesicht voll Feuer
mit den Stromnymphen.”
(Stromnymphen)
Wir quellen vort auf jeder Puls
die aus den Bergen schnellend kommt,
machen gesund die Landschaftskräfter.
(Stromgott) Träg quellend durch die Ebene
mach’ Ich Land gesund.

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